Landshuter Funkamateure beteiligten sich am Ferienprogramm der Stadt

Die Landshuter Funker beteiligen sich schon seit vielen Jahren am Ferienprogramm der Stadt Landshut, so auch heuer wieder sehr erfolgreich. An drei verschiedenen Terminen bot man den Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren, sich einen Einblick in die Welt der Funkamateure zu verschaffen. Das Clubheim der Funker auf der Weickmannshöhe 22, mit dem treffenden Titel „Amateurfunk – Brücke zur Welt“ bot hierfür beste Gelegenheit.

Zahlreiche Jugendliche hatten Interesse an dem Angebot der Funker -Funken auf UKW und Kurzwelle – Schatzsuche mit dem Funkgerät – elektronische Schaltung selbst bauen- und hatten sich über das Jugendamt angemeldet.

Im ersten Teil hieß es unter Federführung von Hans-Jürgen Schott, DH5RL -Schatzsuche mit dem Funkgerät- Zuerst gab es hier eine Einweisung in die Funknavigation mittels APRS (Automatic Packet Reporting System. Die Schatzsucher mußten dann die versteckten „Schätze“ mittels Funknavigation (APRS) finden. Ein Outdoor Team, folgte den Anweisungen via Funk von den im Clubheim gebliebenen Kindern, die das Außenteam letztendlich dann ans Ziel führte. Sie hatten auf dem PC-Bildschirm das Ziel, als auch die Suchtruppe im Auge und konnten so die Suchenden über das System, mittels von APRS-fähigen Handfunkgeräten ins Ziel führen. Diese Handfunken übermitteln die via GPS empfangenen Positionsdaten auf dem HF-Weg oder auch ins Internet.


Schatzsuche: Die erfolgreichen „Schatzsucher“ mit ihren Betreuern.

Im Teil 2 hieß es nun, unter Federführung von Bernhard Schröcker, DL9RDW Aufbau von Reissbrettschaltungen. Die Kinder mußten Reißzwecken auf die vorbereiteten Holzbrettchen stecken um diese anschließend zu verzinnen. Nach einer kleinen Einführung in die Kunst des Lötens ging den Kindern das Verzinnen schnell von der Hand. Am Ende konnten alle Schaltungen erfolgreich in Betrieb genommen werden. Die Teilnehmer bauten Morsepiepser und eine Feuerwehrsirene.

Besonders interessant für die Kinder, anschließend durften sie mittels Morsealphabet, das sie in Kurzform erlernten, ihre Namen mit dem selbst gebauten Morsepiepser geben. So konnten sie hören, wie sich ihr Name mit Morsecode anhört.


Basteln: Schaltungen löten im Clubheim, mit den Betreuern.

Der Teil 3 bestand aus Funken auf KW und UKW. Ganz wichtig ist es den Funkamateuren dabei zu erwähnen, dass das Senden im Äther einer Amateurfunk Lizenz bedarf. Jeder Funkamateur, egal ob in Deutschland oder weltweit, muss zuvor vor dem zuständigen Amt (in Deutschland Bundesnetzagentur) eine Prüfung ablegen. Diese enthält weltweit annähernd die gleichen Standards. Seit einigen Jahren gibt es aber in Deutschland sogenannte Ausbildungsrufzeichen, die ein lizenzierter Funkamateur auf Antrag bei der Bundesnetzagentur erhält. Mit so einem Rufzeichen, nämlich DN3LA für Landshut, konnten die Kinder unter Aufsicht an der Landshuter Clubstation auf der Weickmannshöhe funken.

Lenz Grassl DL8RDL und Klaus Stadermann DL9RBY, wies die Jugendlichen zuerst in das unbedingt erforderliche, internationale NATO Alphabet ein. Sie lernten ihren Namen, oder auch die Heimatstadt Landshut zu buchstabieren. Sich jetzt mit Menschen innerhalb Deutschland, Europa oder auch weltweit über Kurzwelle zu unterhalten, schien den Kindern kein Problem zu sein. Hatten sie doch Lenz zur Seite. Bei Funkkontakten englisch sprechender Partner, hatten sie Unterstützung durch „einsagen“ von der Seite.

Klaus Stadermann(DL9RBY) gab den Kindern eine allgemeine Einführung in die Geschichte der Funktechnik und funkte mit den Kindern auf 2m und 70cm. Hier hauptsächlich über Relaisfunkstellen. Diese Relaisfunkstellen werden vom DARC, oder aber auch von privaten Funkamateuren errichtet und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Überwiegend befinden diese sich auf exponierten stellen, Türmen, Windräder, oder hoch gelegenen Bergen. Damit erweitert man die Reichweite auf den VHF/UHF Bändern erheblich.

Der Ortsverbandsvorsitzende der Landshuter Funkamateure Achim Müller, DL3RY bedankte sich beim Leiter des Ferienprogramms, Bernhard Schröcker, DL9RDW und seiner umfangreichen Truppe für die perfekte Durchführung der verschiedenen Kurse. Er würde sich freuen, wenn die teilnehmenden Jugendlichen, als auch deren Eltern die Funkamateure in positiver Erinnerung behalten würden.

Die Landshuter Funkamateure sind regelmäßig, alle Montage ab ca. 19:00 Uhr im Clubheim und würden sich auf Besuch von interessierten freuen.